OT: Feðgar á ferð, 1940 Aus dem Färöischen und mit einem Glossar von Richard Kölbl Mit einem Nachwort von Klaus Böldl 205 Seiten, € 22 [D] | € 22,60 [A] Gebunden, fadengeheftet und mit Lesebändchen ISBN 978-3-945370-03-2

Vater und Sohn unterwegs

Heðin Brú

Heðin Brús »Vater und Sohn unterwegs« ist ein Glanzstück der nordischen Literatur, es ist einer der ersten Romane, in denen die färöische Sprache, die zuvor dem ländlichen Alltag und den traditionellen Volksliedern vorbehalten war, zur Literatur wurde. Heðin Brú erzählt mit feinem, liebevollem Humor vom Leben auf den windumbrausten, baumlosen und vom schaumigen Meer umspülten Färöer Inseln, er berichtet vom entbehrungsreichen Alltag zwischen Walfang, Torfstechen und Treibholz sammeln.

Ketil, ein kauziger färöischer Fischer, ersteigert bei einer Auktion nach einem ertragreichen Walfang ein für ihn zu großes und zu teures Stück Walfleisch. Als er erfährt, dass er es bis zum Ende des Jahres abbezahlen muss, lässt er nichts unversucht, um das nötige Geld aufzutreiben. Sein Ehrgefühl erlaubt es ihm nicht, mit Schulden zu leben. Das jüngste seiner elf Kinder und das letzte, das noch mit in seinem Haus lebt, sein Sohn Kalvur, begleitet ihn bei den Unternehmungen.

Heðin Brú erzählt von dem alternden Fischer, dessen Alltag von seiner Arbeit und dem Wetter geprägt ist, dessen Schicksal jedoch weit über die abgelegenen Färöer Inseln hinausweist. Ketil muss sich eingestehen, dass die Generation seiner Söhne und Töchter mit dem Einzug von moderner Technik und Arbeitsweisen nicht mehr auf die Erfahrung und die Kenntnisse der Alten angewiesen ist und ihren eigenen Weg beschreitet. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, doch in der Literatur können die vergangenen Zeiten festgehalten und für künftige Generationen bewahrt werden.

»Mit der Schilderung einer Grindwal-Jagd setzt das Buch einen furiosen Auftakt, in einigen Partien der Erzählung rumort eine umwerfende Komik, in der Beschwörung färöischer Topographien, alle konventionelle Landschaftsbeschreibung hinter sich lassend, sind dem Autor manche grandiose Panoramen gelungen.«

Hartmut Buchholz, Badische Zeitung

»Wenn Heðin Brú nicht selbst Romane verfasste, übersetzte er, vor allem Knut Hamsun, und das merkt man dieser Geschichte an. Mit demselben scharfen Blick auf die Schwächen der Menschen und aus der Überzeugung heraus, dass die Armen es sich einfach nicht leisten können, brav und ehrlich zu leben, hat er ein überaus witziges Buch über seine Heimatinseln geschrieben.«

Gabriele Haefs, Jungle World

»Ein alter Mann verschuldet sich hoffnungslos und versucht sich und seine Familie aus dem Schlamassel zu befreien. Heðin Brús ›Vater und Sohn unterwegs‹ ist ein liebevoller Roman über den Konflikt der Generationen auf den Färöer-Inseln in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.«

Tobias Wenzel, WDR3, Mosaik

»Von sich verändernden moralischen Werten und den daraus entstehenden Generationenkonflikten erzählt der Roman, und das in einem mit feinem Humor angereicherten Volksmärchenton.«

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»›Vater und Sohn unterwegs‹ ist der einzige Roman, der den Weg von den Schafsinseln hinaus in die Welt gefunden hat, und die Färinger selbst haben ihn in einer Umfrage zum ›Roman des Jahrhunderts‹ erklärt. (…) Es ist nicht so, dass wir künftig jede Saison wieder unruhig auf ein neues färöisches Meisterwerk warten werden, aber dass wir nun über ihre Literatur Einblick in eine Welt gewinnen können, aus der es selten genug eine Nachricht in unsere Medien schafft, verdient jedenfalls weitum beachtet zu werden.«

Karl-Markus Gauß, Neue Zürcher Zeitung

Heðin Brú

Heðin Brús »Vater und Sohn unterwegs« ist ein Glanzstück der nordischen Literatur, es ist einer der ersten Romane, in denen die färöische Sprache, die zuvor dem ländlichen Alltag und den traditionellen Volksliedern vorbehalten war, zur Literatur wurde. Heðin Brú erzählt mit feinem, liebevollem Humor vom Leben auf den windumbrausten, baumlosen und vom schaumigen Meer umspülten Färöer Inseln, er berichtet vom entbehrungsreichen Alltag zwischen Walfang, Torfstechen und Treibholz sammeln.

Ketil, ein kauziger färöischer Fischer, ersteigert bei einer Auktion nach einem ertragreichen Walfang ein für ihn zu großes und zu teures Stück Walfleisch. Als er erfährt, dass er es bis zum Ende des Jahres abbezahlen muss, lässt er nichts unversucht, um das nötige Geld aufzutreiben. Sein Ehrgefühl erlaubt es ihm nicht, mit Schulden zu leben. Das jüngste seiner elf Kinder und das letzte, das noch mit in seinem Haus lebt, sein Sohn Kalvur, begleitet ihn bei den Unternehmungen.

Heðin Brú erzählt von dem alternden Fischer, dessen Alltag von seiner Arbeit und dem Wetter geprägt ist, dessen Schicksal jedoch weit über die abgelegenen Färöer Inseln hinausweist. Ketil muss sich eingestehen, dass die Generation seiner Söhne und Töchter mit dem Einzug von moderner Technik und Arbeitsweisen nicht mehr auf die Erfahrung und die Kenntnisse der Alten angewiesen ist und ihren eigenen Weg beschreitet. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, doch in der Literatur können die vergangenen Zeiten festgehalten und für künftige Generationen bewahrt werden.